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KIs haben nur den amerikanischen Blickwinkel


KIs haben nur den amerikanischen Blickwinkel

Regionale Besonderheiten spielen laut neuer Studie bei der Generierung von Antworten keine Rolle

Arabisch: gehört zu den von KIs am meisten vernachlässigten Sprachen (Foto: VentaRisk, pixabay.com)

Arabisch: gehört zu den von KIs am meisten vernachlässigten Sprachen (Foto: VentaRisk, pixabay.com)

Tacoma (pte/07.04.2026/06:00)

ChatGPT liefert Ratsuchenden in familiären und zwischenmenschlichen Fragen von amerikanischer Kultur und Lebensweise geprägte Antworten - egal in welcher Sprache die Frage formuliert worden ist. Laut einer Untersuchung der University of Puget Sound nutzt ChatGPT zwar die Sprache des Fragenden, doch die Eigenarten der Bevölkerungsgruppe, die dahinter steht, spielt bei der Beantwortung keine Rolle.

Immer gleiche Weltanschauung

"Selbst wenn sie mehrere Sprachen fließend beherrschen, behalten große Sprachmodelle wie ChatGPT, Claude und Gemini ihre westliche Weltanschauung bei. Die Produktion grammatikalisch korrekter indonesischer, arabischer, suahelischer oder hindischer Texte ändert jedoch nichts an der zugrundeliegenden Weltanschauung, die diese Systeme kommunizieren. Sie passen ihre Einstellung nicht an die Besonderheiten der Menschen an", unterstreicht Forschungsleiter Gareth Barkin (https://www.pugetsound.edu/directory/gareth-barkin).

Das liege daran, dass ChatGPT und Co überwiegend mit englischsprachigen Quellen aus den USA trainiert würden. Das Open-Weight-Modell von Meta, LLaMA 2, sei beispielsweise mit etwa 90 Prozent englischsprachigen Texten trainiert worden. Das Nachfolgemodell LLaMA 3 enthalte nur etwa fünf Prozent nicht-englische Daten. Alle großen kommerziellen Modelle bedienten sich weitgehend derselben Quellen. (https://www.academia.edu/150614492/Epistemological_Persistence_in_Multilingual_AI_The_Illusion_of_Locality_in_Large_Language_Models) Arabisch, die weltweit am fünftmeisten verwendete Sprache, mache weniger als ein Prozent der Trainingsdatensätzen aus. Muttersprachen von mehreren zehn Mio. Menschen, darunter Bengali und Hausa, tauchten kaum auf.

Anfragen ins Englische übersetzt

"Eine Untersuchung von Forschern der University of Oxford (https://www.ox.ac.uk/ ) hat bereits ergeben, dass die KIs Anfragen in beliebigen Sprachen zunächst ins Englische übersetzen, eine Antwort in der gleichen Sprache formulieren und sie dann für den Nutzer in dessen Sprache übersetzen. Er erhält einen fehlerfreien Text in seiner bevorzugten Sprache, doch die dahintersteckende Logik stammt weitgehend aus den USA", stellt Barkin klar.

KI-Firmen seien auf Übersetzungen angewiesen, da regionsspezifische Modelle unerschwinglich teuer wären. Man trainiere ein Modell mit dem riesigen englischsprachigen Web und nutze dann mehrsprachige Ausgaben, um globale Märkte zu bedienen. "Das, was wie ein technisches Ergebnis aussieht, ist in Wirklichkeit ein strukturelles, das davon geprägt ist, wer über den Reichtum und die Infrastruktur verfügt, um diese Systeme aufzubauen. Die eingebettete Weltanschauung ist kein Fehler; sie ist das Ergebnis, wenn Wissensproduktion gewinnorientiert ist", schließt der Experte der University of Puget Sound (https://www.pugetsound.edu/ ).

 

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Computer der Zukunft rechnen mit Photonen

Stromverbrauch halbiert durch Nanolaser von Forschern der Dänischen Technischen Universität

Darstellung des Nanolasers: Technologie ebnet Weg für Computer der Zukunft (Bild: dtu.dk)

Darstellung des Nanolasers: Technologie ebnet Weg für Computer der Zukunft (Bild: dtu.dk)

Lyngby (pte/16.02.2026/06:10)

In Computern der Zukunft werden Nachrichten zwischen einzelnen Mikroprozessoren und Speicher-Chips nicht mehr in Form von Elektronen, sondern von Photonen (Lichtteilchen) ausgetauscht. Den Weg dahin haben Forscher der Dänischen Technischen Universität (https://www.dtu.dk/english/ ) (DTU) freigemacht. Ihr Nanolaser könnte zum Schlüsselelement für wesentlich schnellere und energieeffizienteren Computer, Telefone und Rechenzentren werden. Die Technologie bietet die Aussicht, Tausende dieser neuen Laser auf einem einzigen Mikrochip unterzubringen.

Hohe Leistung, wenig Energie

"Der Nanolaser eröffnet die Möglichkeit, eine neue Generation von Komponenten zu entwickeln, die hohe Leistung mit minimalem Energieverbrauch und minimaler Größe verbinden. In der Informationstechnologie könnten ultrakleine und energieeffiziente Laser den Stromverbrauch von Computern senken und im Gesundheitssektor könnte die extreme Lichtkonzentration des Nanolasers hochauflösende Bilder und hochempfindliche Biosensoren ermöglichen", so Jesper Mørk.

Über lange Strecken werden Daten bereits in Form von Lichtteilchen über Glasfaserkabel verschickt, aber in Computern sind es Elektronen, die Daten über elektronische Schaltkreise versenden. Das begrenzt die Geschwindigkeit und erzeugt Wärme. Durch die Nutzung von Licht in den Chips selbst mithilfe von Nanolasern könne die digitale Technologie der Zukunft schneller, kühler und weitaus klimafreundlicher werden, betont DTU-Forscher Jesper Mørk.

Das sei möglich, weil Nanolaser kaum Strom benötigen, um Licht zu erzeugen. Zudem würden Lichtsignale ohne allzu großen Energieverlust übertragen. Mørk zufolge halbieren Nanolaser den Energieverbrauch von Computern. Datenverarbeitung benötige heute bereits erhebliche Mengen an Strom, den Großbetreiber von Rechenzentren bereits durch den Bau von eigenen Kraftwerken decken wollen, zumal der Verbrauch sich aufgrund von KI-Anwendungen und der Ausweitung des Kryptowährungshandels innerhalb der nächsten fünf Jahre verdoppeln wird, wenn keine Sparmöglichkeiten erschlossen werden.

Licht findet keinen Widerstand

Der ultrakompakte DTU-Nanolaser ist ein notwendiger Baustein für die Verwirklichung dieser Vision, da Tausende winziger, energieeffizienter Laser auf einem einzigen Chip benötigt werden, um Lichtsignale auszutauschen. Auch wenn die Entfernungen, die Daten innerhalb eines Computers oder Servers extrem klein sind, summieren sich die Laufzeiten bei Millionen von Datentransfers, weil sie nicht ohne Zeitverlust durch die Kabelstrukturen hindurchpassen und immer wieder an Hindernisse prallen. Das führt zu Wärmeentwicklung und längeren Datenverarbeitungszeiten. Licht hat dagegen nicht mit Widerständen zu kämpfen.

 

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Computer der Zukunft rechnen mit Photonen



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KI-Modelle verfälschen menschliche Gefühle


KI-Modelle verfälschen menschliche Gefühle

LLMs wie ChatGPT nehmen Emotionen laut Studie der Warwick Business School inkorrket wahr

KI in Aktion: Gefühle werden oftmals nivelliert (Foto: pixabay.com, Chris_and_Ralph)

KI in Aktion: Gefühle werden oftmals nivelliert (Foto: pixabay.com, Chris_and_Ralph)

Coventry (pte/26.02.2025/12:30)

Fasst ein sogenanntes "Large Language Model" (LLM) wie ChatGPT zusammen, was Menschen zu einem Thema zu sagen haben, kann es hinsichtlich der beteiligten Gefühle zu einem falschen Eindruck kommen. Das ist auch dann der Fall, wenn LLMs die Fakten effizient zusammenfassen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Warwick Business School (https://www.wbs.ac.uk).

LLMs verzerren Daten

Die Studienautoren betonen, dass LLMs in der Forschung zwar eine immer größere Rolle spielen. Diese großen Sprachmodelle sind dabei jedoch kein durchsichtiges Fenster zur Welt, sondern können den Content in einem anderen Ton und mit einem anderen Schwerpunkt als die originalen Daten präsentieren und zusammenfassen. In der Folge kann es zur Verzerrung der Forschungsergebnisse kommen, warnen die Warwick-Experten.

Die Forscher haben einen Datensatz, bestehend aus 18.896.054 Tweets, die den Begriff "Klimawandel" enthielten, mit Tweets verglichen, die von LLMs umformuliert wurden. Die originalen Daten stammten aus dem Zeitraum Januar 2019 bis Dezember 2021. Dabei zeigte sich, dass die von den LLMs erstellten Tweets neutraler waren als die Originale.

Stimmungslage anpassen

Diese emotionale Abstumpfung trat laut den Fachleuten unabhängig von den eingesetzten Prompts oder der Komplexität der LLMs auf. Ein ähnlicher Effekt trat auf, als die Tools ersucht wurden, Kundenrezensionen auf Amazon umzuformulieren. Laut der leitenden Wissenschaftlerin Yi Ding könnten Vorhersagemodelle eingesetzt werde, um die Stimmungslagen rückwirkend wieder anzupassen. Details sind in "PNAS Nexus" veröffentlicht worden.

 

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Künstliche Intelligenz reproduziert Vorurteile


Künstliche Intelligenz reproduziert Vorurteile

Laut belgischen Wissenschaftlern könnte das Training mit objektiv richtigem Datenmaterial helfen

KI: Texte spiegeln oft bestehende Vorurteile wider (Foto: pixabay.com, flutie8211)

KI: Texte spiegeln oft bestehende Vorurteile wider (Foto: pixabay.com, flutie8211)

Brüssel/London (pte/28.02.2025/06:05)

In Eigenregie Texte und Bilder erzeugende Künstliche Intelligenz (KI) ist voreingenommen. Sie macht Unterschiede bei Ethnien und Geschlechtern. Dass das technisch bedingt ist, wie manche meinen, bezweifeln Tuba Bircan von der Freien Universität Brüssel (https://www.vub.be/en ) und Mustafa F. Özbilgin von der Brunel University London (https://www.brunel.ac.uk/).

Machtdynamiken prägen die KI

Den Experten nach wird KI vielmehr stark von gesellschaftlichen Machtdynamiken beeinflusst. Sie lerne aus historischen Daten, die von menschlichen Vorurteilen geprägt seien, und absorbiere und verstärke dabei Diskriminierung. "Ein auffälliger Fall ist das KI-gesteuerte Einstellungsinstrument von Amazon, das männliche Bewerber bervorzugt und letztlich die Geschlechter-Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt verstärkt", so Bircan.

Auch staatliche KI-Betrugserkennungssysteme hätten Familien, insbesondere Migranten, irrtümlich des Betrugs beschuldigt, was für Betroffene schwere Folgen hatte. "Diese Fälle zeigen, wie KI, anstatt Vorurteile zu beseitigen, Diskriminierung verstärken kann, wenn sie nicht kontrolliert wird. Ohne Transparenz und Rechenschaftspflicht besteht die Gefahr, dass KI zum Werkzeug wird, das bestehende soziale Hierarchien verfestigt, statt sie infrage zu stellen", sagt Bircan.

Mehr Transparenz und Inklusivität

Wenn KI-Systeme mit Daten trainiert werden, die gesellschaftliche Vorurteile widerspiegeln, reproduzieren sie Diskriminierung in Bereichen mit hohen Risiken wie Einstellung, Polizeiarbeit und Sozialleistungen. Da KI auf benutzergenerierten Daten basiert, müsse es bei der Gestaltung, Bereitstellung und Regulierung von KI mehr Transparenz und Inklusivität geben. Andernfalls werde KI die digitale Kluft weiter vertiefen und die sozioökonomischen Unterschiede vergrößern.

"Statt die Mängel der KI als unvermeidlich hinzunehmen, setzen wir uns für proaktive Richtlinien und Rahmenbedingungen ein, die sicherstellen, dass die KI der sozialen Gerechtigkeit dient, anstatt sie zu untergraben", verspricht Bircan. Indem Fairness und Verantwortlichkeit von Anfang in die KI eingebettet würden, lasse sich ihr Potenzial für positive Veränderungen nutzen - statt zuzulassen, dass sie systemische Ungleichheiten verstärkt.

 

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Neue chinesche Hackergruppe PlushDaemon geht auf Beutezug


Neue chinesche Hackergruppe PlushDaemon geht auf Beutezug

die Chinesische Hackergruppe PlushDaemon greift Privatnutzer und Unternehmen weltweit an

Jena (pts/22.01.2025/07:15)

Forscher des IT-Sicherheitsherstellers ESET haben eine bislang unbekannte Advanced Persistent Threat (APT)-Gruppe entdeckt: "PlushDaemon" steht in Verbindung mit China und ist seit mindestens 2019 aktiv. Die Hacker führen mit ihrem Hacking-Tool "SlowStepper" ausgeklügelte Cyberspionage-Angriffe auf Windows-Computer durch. Bei ihren Angriffen erbeuteten sie wertvolle Informationen von Privatpersonen und Unternehmen in Ostasien, den USA und Neuseeland.

Schadsoftware kommt als Trittbrettfahrer ins System

PlushDaemon bedient sich verschiedener fieser Tricks, um an Daten zu gelangen. So manipulieren die Hacker legitime Updates verschiedener chinesischer Anwendungen, indem sie den Datenverkehr auf eigene Server umleiten. Die Folge: Nutzer, die ein Update für ihre App herunterladen wollen, erhalten stattdessen die eigens von PlushDaemon erstellten Backdoor SlowStepper. Dabei handelt es sich um eine äußerst vielseitige digitale Hintertür zu den Computern der Betroffenen. Einmal auf einem Gerät aktiv, sammelt sie eine Vielzahl von Daten. Sie kann Informationen aus Webbrowsern abgreifen, Fotos machen und nach Dokumenten suchen. Darüber hinaus sammelt er Daten aus verschiedenen Anwendungen wie Messaging-Apps und stiehlt Passwortinformationen.

"Die Vielzahl der Komponenten von PlushDaemon zeigt, wie ernst diese neue Bedrohung ist", warnt ESET-Forscher Facundo Muñoz, der hinter der Entdeckung von PlushDaemon und SlowStepper steckt. "Außerdem wird die Malware ständig aktualisiert und damit immer gefährlicher."

VPN-Nutzer in Südkorea waren betroffen und wussten nichts davon

Eine weitere Angriffsmethode betrifft Nutzer des in Südkorea beliebten VPN-Dienstes IPany: Die Hackergruppe ersetzte die reguläre Installationsdatei auf der Website des Anbieters durch ein neues Datenpaket. Dieses enthielt neben den legitimen Installationsdateien wiederum die Hintertür.

"Im Mai 2024 entdeckten wir Schadcode in einem Installationsprogramm für Windows, das Nutzer aus Südkorea von der Website der legitimen VPN-Software IPany heruntergeladen hatten. Bei einer tieferen Analyse stellten wir fest, dass der Installer sowohl die legitime Software als auch die Backdoor installierte", erklärt ESET-Forscher Facundo Muñoz, der PlushDaemon und SlowStepper aufgespürt hat. "Wir haben uns mit dem Entwickler der VPN-Software in Verbindung gesetzt, um ihn über die Kompromittierung zu informieren. Der bösartige Installer wurde sofort von der Website entfernt."

Wie es den Hackern gelang, ihr schadhaftes Installationspaket auf die Seite des Anbieters zu bringen, ist bisher nicht bekannt.

Weitere Informationen gibt es im aktuellen Blogpost (https://www.welivesecurity.com/de/eset-research/angriff-der-pluschdamonen)"Angriff der Plüschdämonen" auf Welivesecurity.com.

 

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ESET Deutschland GmbH

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